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Bild herunterladenWas es ist
Jedes Jahr kreuzt die Erde eine Staubspur. Diese stammt vom Kometen Tempel-Tuttle, der auf seiner Bahn kleine Partikel zurücklässt. Trifft unser Planet auf diese Region des Weltraums, geraten die winzigen Körner in unsere Atmosphäre.
Sie verglühen schnell und erzeugen helle Lichtstreifen. Dieses Phänomen nennen wir den Leoniden-Meteorstrom.
Wann er als Nächstes auftritt
Der Strom ist nicht nur an einem Tag aktiv. Er zeigt sich über mehrere Nächte hinweg. Die höchste Dichte erreichst du jedoch zu bestimmten Terminen.
Für das Jahr 2026 liegt der Höhepunkt auf dem 17. November. Auch im folgenden Jahr, also 2027, erwartet dich der maximale Ausbruch wieder am 17. November. Plane deine Beobachtung für diese Nächte.
Beobachten ohne Hilfsmittel
Du brauchst kein Teleskop und keine speziellen Brillen. Deine Augen reichen völlig aus. Suche dir einen Ort fernab von Straßenlaternen und Gebäuden.
Der Mond kann das Bild verwischen, wenn er hell am Himmel steht. Achte besonders auf Wolken. Eine dichte Decke verdeckt den Blick nach oben vollständig. Nur bei freier Sicht kannst du die flüchtigen Streifen erkennen.
Warte geduldig nach Mitternacht. Dann liegt der Radiant, der scheinbare Ursprungspunkt, höher am Firmament.
Bedeutung beim Himmelslesen
In der Tradition des Himmelslesens gilt dieser Moment als Zeichen für Beständigkeit. Die Erde kehrt jedes Jahr an denselben Punkt zurück. Es erinnert daran, dass große Bewegungen oft unbemerkt geschehen.
Man sieht sie erst, wenn sie auf Widerstand treffen. Dies lädt dazu ein, eigene Routinen zu betrachten. Was passiert, wenn gewohnte Bahnen kurz gestört werden? Oft entstehen daraus neue Perspektiven.
Fragen
- Kann ich die Leoniden auch vor Mitternacht sehen?
- Ja, einzelne Meteore sind möglich. Doch nach Mitternacht steigt der Radiant höher, was die Chance auf mehr Sichtbarkeit erhöht.
- Brauche ich eine App oder ein Fernglas?
- Nein. Das bloße Auge reicht aus. Ein bequemer Stuhl hilft, lange nach oben zu schauen, ohne den Nacken zu belasten.
- Warum sind Wolken so wichtig für die Beobachtung?
- Meteore verglühen hoch in der Atmosphäre. Jede Wolkenschicht zwischen dir und dem Himmel blockiert diese Lichter komplett.